Biologisches Berggetreide aus Scharans

Die Vegetation dauert im Berggebiet nur einige Monate und das Domleschg ist allgemein für seine trockenen Sommer bekannt. Damit das Getreide mit den klimatischen Bedingungen zurecht kommt, haben wir uns für alte, robuste und anspruchslose Sorten entschieden. Einziger Nachteil: Gegenüber herkömmlichen Sorten, ernten wir nur gerade die Hälfte oder gar nur eine Drittel soviel. Gedüngt werden die Kulturen mit hofeigenem Dünger von den Tieren. Entweder in Form von Mist, Gülle oder aber die Tiere weiden vor der Einsaat direkt auf dem entsprechenden Feld. 

 

Jedes Jahr im September bearbeiten wir unsere Felder mit dem Güttler Supermaxx. Dieses Gerät lockert die Erde nur oberflächlich und pflügt sie nicht. Somit bleiben alle Erdschichten an den richtigen Stellen und Mikroorganismen und Mykorrhiza* werden nicht zerstört. Das Saatgut kommt direkt in die Erde, damit es später, im Frühling,  zum optimalen Zeitpunkt wachsen kann. 

 

Im Spätsommer wird das Getreide gedröscht und anschliessend nach Schaffhausen in die Mühle gebracht, wo wir regelmässig unser Mehl und unsere Teigwarenmischung mahlen lassen können. 

Zurück auf dem Hof füllen wir die verschieden Mehlsorten für den Verkauf ab. Die kleine Teigwarenfabrik befindet sich ebenfalls auf dem Hof.  

 


*Als Mykorrhiza wird eine Form der Symbiose von Pilzen und Pflanzen bezeichnet, bei der ein Pilz mit dem Feinwurzelsystem einer Pflanze in Verbindung steht. 

 

Sorten und Ausmahlgrad

 Getreide gehört zu den Süssgräsern. Viele verschieden Sorten haben sich mit Kultivierung und Züchtung gebildet. Am Besten für unsere Bergregion und unseren Hof haben sich folgende 2 Sorten erwiesen: 

  • Einkorn
  • Ostro Dinkel
  • Weizen
  • Bergroggen

Der Ausmahlgrad beschreibt die weitere Verarbeitung des Korn. Je nach Ausmahlgrad werden nur bestimmte Teile vom Korn gemahlen und als Mehl verwendet. In unserem Sortiment finden Sie von allen 2 Getreidesorten (Einkorn, Ostro Dinkel und Weizen) folgende Mehle bzw.Ausmahlgrade:

  • Körner
  • Vollkornmehl
  • Ruchmehl
  • Halbweissmehl
  • Griess

Intoleranz und zölliakie

Zölliakie ist eine Erkrankung der Darmschleimhaut. Betroffene sollten absolut rein gar keine Gluten zu sich nehmen. Eine Weizenintoleranz ist medizinisch nicht auf Gluten zurück zu führen, es können auch andere Bestandteile im Weizen für Symptome verantwortlich sein. 

 

Gluten:

Gluten sind von Natur aus im Getreide enthalten.  In Verbindung mit Wasser bilden Gluten das Klebereiweiss. Dieses bildet das Teiggerüst beim Brot. Nur mit Mehlen aus Gluten kann ein Brot in Form eines Laibes gebacken werden.  Ohne Gluten, gäbs nur Fladenbrot.  Gluten sorgen also dafür, dass während dem Gärvorgang der Teig aufgeht und seine Form behält. 

 

Verträglichkeit:

Im Weizen sind am Meisten Gluten und allergene Stoffe enthalten. Ein Grossteil der Menschen mit Intoleranz können deshalb Dinkel und Einkorn problemlos geniessen. Einkorn und Roggen kann sogar bei einer Unverträglichkeit mit Dinkel oftmals problemlos gegessen werden.  

 

Jemand mit Zölliakie wird in der Regel von seiner Ärztin beraten und weiss war er/sie zu sich nehmen kann und darf. Jemand mit einer nicht medizinisch bestätigten Unverträglichkeit kann daher problemlos den Dinkel, Roggen und Einkorn ausprobieren.